Mittwoch, 16. Juni 2010

Blog-Experiment: Kalter Kaffee II

We have results!
Erstens mal: Das morgendliche Filtern war aufwendiger als gedacht. Das Internet riet mir, erstmal alles durch einen Papierfilter zu gießen, um die geraumen Mengen an Kaffeesatz aufzufangen. Pustekuchen - das tropfte so träge, dass mich die Geduld schon verlassen hatte, als grade einmal der Boden des Gefäßes bedeckt war. Also doch erst mit der French Press durchwursten und danach dem Filter noch eine Chance geben - und wieder genervt aufgeben. Mein kalter Kaffee ist jetzt also eineinviertel Mal gefiltert.
Nachdem ich ihm einige Stunden im Eisfach gegönnt habe, bis sich zarte Kristalle bildeten, wurde er in netter Gesellschaft auf einem sonnigen Vorstadtbalkon verkostet.

Und was soll ich sagen? Er ist lecker. Keine Säure zu schmecken. Aber außergewöhnliches Aroma, mild, seidig, Geschmacks-erlebnis? Nö. Er schmeckt nach... na, nach Kaffee eben, er ist eiskalt, und im Gegensatz zu normalem kaltem Kaffee auch schwarz gut trinkbar. Was will man denn mehr? Und er hat geschafft, was schon lange kein Kaffee mehr in mir ausgelöst hat: Herzrasen.

Dienstag, 15. Juni 2010

Blog-Experiment: Kalter Kaffee

Das Internet ist ein wunderbares Ding. Wenn man sich zwingt, nicht mehr alle fünf Minuten wie besessen die einschlägigen Londoner Wohnungsanzeigen zu aktualisieren, weil man sowieso viel zu früh dran ist, hat man Zeit für Absurditäten: Über datenhamster fand ich diese Anleitung für Cold-brewed Iced Coffee, die so seltsam wie faszinierend klingt. Heute war beim Discounter der gute Eduscho runtergesetzt, ich darf nicht ins Internet, also wird es nachgemacht. Im Prinzip wird einfach normaler Kaffee mit dem WG-Filterrunterdrückglasding produziert. Bloß nicht mit kochendem, sondern mit kaltem Wasser. Und er muss keine fünf Minuten ziehen. Sondern zwölf Stunden. Und soll danach angeblich aromatisch, seidig-mild und ultimativ koffeinhaltig sein.

Dazu habe ich eben, grob nach Anweisung, meinen Pitcher (a.k.a. umfunktionierte Blumenvase) mit 4 Kaffeebechern kalten Wassers befüllt und einen nicht ganz vollen Becher Kaffeepulver hinterhergekippt. Sieht dann so aus:

Unplausibel. Mal umrühren.

Besser! Aber irgendwie eklig!
Jetzt noch Deckel inklusive Mitbewohner-Schutzfunktion drauf.

Wir lesen uns morgen früh wieder.